Normen und Praxis humanitärer Interventionen:
Die Responsibility to Protect und globale Sicherheitskultur
Workshop an der Goethe-Universität Frankfurt, 15./16. September 2011
Der Workshop befasste sich in einem interdisziplinären Dialog mit der Responsibility to Protect (R2P), der Schutzverantwortung der Staaten der internationaler Gemeinschaft. Diese steht nicht zuletzt durch die NATO-geführte und UN-mandatierte internationale Intervention in Libyen wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Beiträge des Workshops diskutierten den Fall Libyen intensiv, gingen aber darüber hinaus, indem sie ihn vergleichend, theoretisch und historisch in die Entwicklungen der Prinzipien humanitärer Intervention einbetteten und bewerteten. So zeigte sich exemplarisch eine Diskrepanz zwischen normativer Innovation und praktischen Durchsetzungsfähigkeit internationaler Normen und Prinzipien, zwischen Recht und Moral sowie zwischen Rhetorik und Praxis. Auch widmete sich der Workshop kontrovers der Frage, ob die Responsibility to Protect durch die Libyen-Intervention geschwächt worden, ja sogar auf dem Weg zu einer scheiternden Norm sei. Die Beiträge des Workshops werden im Doppelheft 3+4/2012 der Zeitschrift "Die Friedens-Warte - A Journal of International Peace and Organization" erscheinen.
Bei weiteren Fragen schreiben Sie bitte eine Email an Julian Junk.
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