Sicherheitskultur im Wandel

VeranstaltungenJahreskonferenz 2013: Programm 

 
 
  

Der Wandel der Sicherheitskultur als Herausforderung für die Politik

Programm der Konferenz am 14. Mai 2013


Ort
Stiftung Wissenschaft und Politik
Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Ludwigkirchplatz 3-4
10719 Berlin


Grußwort

9:00-9:20 Uhr
Dr. Stormy-Annika Mildner, Stiftung Wissenschaft und Politik
Prof. Dr. Christopher Daase, Goethe-Universität Frankfurt a.M.

Panel 1
Sicherheitsdilemma: Politische Entscheidungen zwischen objektiver und subjektiver Sicherheit

9:20-11:10 Uhr
Chair: Prof. Dr. Carlo Masala, Universität der Bundeswehr München
Input: Dr. Stefan Engert, Goethe Universität Frankfurt a.M.

Das erweiterte Verständnis von Sicherheit erfordert die Abwehr unterschiedlichster Bedrohungen und die Minimierung vielfältiger Risiken. Aber welche Gefahren sind vorrangig zu bearbeiten: Die, die Wissenschaftler „objektiv“ als die gefährlichsten identifizieren, oder die, die Bürgerinnen und Bürger „subjektiv“ als am bedrohlichsten wahrnehmen? Welche Rolle spielen dabei die finanzielle und die wirtschaftliche Dimension? Wie lassen sich sicherheitspolitische Prioritäten festlegen und wie können „messbare“ und „gefühlte“ Sicherheit in einer umfassenden Sicherheitsstrategie integriert werden?
  • Prof. Dr. Rolf-Dieter Wilken, Vorsitzender der Schutzkommission des Bundes
  • PD Dr. Gaby-Fleur Böl, Bundesinstitut für Risikobewertung
  • Armin Schuster, MdB
  • Dr. Tim Stuchtey, Brandenburg Institute for Society and Security


11:10-11:30 Uhr | Kaffeepause

 
Panel 2
Verantwortungsdiffusion: Verantwortung und Haftung bei komplexen Sicherheitsgefährdungen

11:30-13:20 Uhr
Chair: Prof. Dr. Wolfgang Seibel, Universität Konstanz
Input: Dr. Valentin Rauer, Goethe-Universität Frankfurt a.M.

Sicherheitsgewährleistung zeichnet sich zunehmend durch die Beteiligung vieler Akteure und die Einbeziehung neuester Technologien aus. Dadurch entstehen komplexe Handlungsketten, die die individuelle Zurechenbarkeit von Entscheidungen erschweren. In der Folge verändern sich die Bedingungen rechtlicher Haftung und politischer Verantwortung. Wie kann die Rechenschaftspflicht politischer Entscheidungsträger (aber auch die von Wissenschaftlern und Journalisten) gesichert und das Verhältnis von Haftung und Verantwortung neu justiert werden?
  • Prof. Dr. Hans-Jörg Albrecht, Direktor MPI für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg i. Br.
  • Bettina Gayk, Ministerium für Inneres und Kommunales NRW
  • Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn, Leiterin Arbeitsbereich Ethik und Kultur, Universität Tübingen
  • Prof. Dr. Dirk Helbing, Lehrstuhl für Modeling/Simulation, ETH Zürich


13:20-14:30 Uhr | Mittagsbuffet

 
Panel 3
Sicherheitskommunikation: Informationspflicht zwischen Alarmismus und Verharmlosung

14:30-16:20
Chair: Jürgen Maurer, Vizepräsident BKA a.D., Wiesbaden
Input: Julian Junk, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Gefährdungslagen (latente ebenso wie akute Bedrohungen) müssen kommuniziert werden, damit angemessene Gegenmaßnahmen getroffen werden können, die in der Bevölkerung auf Akzeptanz stoßen. Politische Entscheidungsträger haben aufgrund der neuen Medien allerdings den Informationsvorsprung, den sie einst genossen haben, eingebüßt. Auch die klassischen Medien wie TV, Radio und Zeitungen sind nicht länger die einzige Informationsquelle für Bürgerinnen und Bürger. Das Internet und andere soziale Medien wie Twitter und YouTube spielen bei der Wahrnehmung von Gefahren eine zunehmende Rolle. Wie kann die Politik auf diesen Wandel reagieren und das Risikobewusstsein der Bevölkerung fördern ohne Ängste zu schüren? Wie können die Verantwortlichen rechtzeitig und angemessen vor einer Bedrohung warnen ohne in der Bevölkerung Panik oder Gleichgültigkeit auszulösen?
  • Susanne Glasmacher, Pressesprecherin Robert-Koch-Institut
  • Gabriele Hermani, Referatsleiterin BMBF Strategische Kommunikation
  • Prof. Dr. Gerhard Vowe, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, Sprecher „Politische Kommunikation in der Online-Welt“
  • Steffen Hebestreit, Frankfurter Rundschau/ Berliner Zeitung


16:20-16:40 Uhr | Kaffeepause

 
Panel 4
Sicherheitsforschung: Intendierte und nicht-intendierte Folgen der Wissenschaftsförderung

16:40-18:30 Uhr
Chair: Peter Zoche, Fraunhofer ISI Karlsruhe, Leiter Gesellschaftlicher Dialog im Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung
Input: Dr. Georgios Kolliarakis, Goethe-Universität Frankfurt a.M.

Die Förderung der Sicherheitsforschung (auf nationaler und europäischer Ebene) verspricht praxisrelevantes Wissen zur Sicherung von Freiheit und Wohlstand. Doch die Folgen der Sicherheitsforschung sind ambivalenter und bislang kaum systematisch bilanziert. Wie lassen sich die Effekte der Sicherheitsforschung überhaupt erfassen und beurteilen? Wie hat die massive Förderung der Sicherheitsforschung die Forschungslandschaft, das Verhältnis von Forschung und Politik und das Verständnis von Sicherheit in der Gesellschaft - kurz: die Sicherheitskultur - verändert? Und was für eine Sicherheitsforschung brauchen wir in Zukunft?
  • Gabriele Roth, Referat Öffentliche Sicherheit, BMI
  • Prof. Dr. Wolf Dombrowsky, Lehrstuhl für Katastrophen-Management, Steinbeis Business Academy, Gernsbach
  • Prof. Dr. Ortwin Renn, Universität Stuttgart, Direktor Dialogik Institut
  • Dr Petra Sitte MdB
  • Prof. Dr. Christopher Daase, Goethe Universität Frankfurt a.M.

18:30-20:00 Uhr | Abendbuffet


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