
Debatte Sicherheitspolitische Krisen
Objektiv vorhanden oder in der Öffentlichkeit herbeigeredet?
Georgios Kolliarakis
Ausfall von kritischen Versorgungsinfrastrukturen, Warnungen vor terroristischen Anschlägen, Meldungen über Ursachen von Pandemien und der Verlauf von militärischen Auslandseinsätzen sind Beispiele für Ereignisse, die sicherheitspolitische Krisen hervorrufen können.
Der Kommunikation in der Öffentlichkeit kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Die Art und Weise, wie Entscheidungsträger, staatliche Behörden, Online- und Printmedien, Interessensvertreter aus der Wirtschaft sowie nicht-staatliche Organisationen und Bürgerinitiativen über Bedrohungen kommunizieren, prägt maßgeblich die Akzeptanz von Maßnahmen und den Erfolg ihrer Umsetzung.
Wie wird in diesem Kontext mit Ungewissheit umgegangen? Ist eine erhöhte Alarmbereitschaft oder der Versuch der Verharmlosung die bessere Strategie? Erhöht Transparenz das Vertrauen der Bürger oder sorgt sie eher für Verwirrung? Ist Partizipation und Polyphonie erwünscht oder unterminieren sie die Effizienz des Krisenmanagements? Wie ist der Einfluss vom medialen "Securitainment" auf Bürger und Entscheidungsträger zu bewerten?
Ausgehend von einer Paneldiskussion im Rahmen der DVPW-Sektionstagung "Internationale Politik" in München am 6. Oktober 2011, diskutieren in diesem Forum Experten aus politik-, kommunikationswissenschaftlicher sowie soziologischer Perspektive kontrovers diese Aspekte. Die einzelnen Beiträge können in der Navigation oben rechts erreicht werden oder auch hintereinander gelesen werden durch die folgenden Buttons.
Georgios Kolliarakis ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied des Forschungsprojekts "Sicherheitskultur im Wandel"



