Sicherheitskultur im Wandel

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Verunsicherte Gesellschaft - überforderter Staat: Zum Wandel der Sicherheitskultur

04/2013: Sicherheitskultur-Sammelband II

Der zweite Sicherheitskultur-Sammelband: Verunsicherte Gesellschaft - überforderter Staat: Zum Wandel der Sicherheitskultur ist von Christopher Daase, Stefan Engert und Julian Junk herausgegeben und bei Campus erschienen.

Sicherheitspolitik schließt heute nicht mehr nur militärische Risiken ein, sondern auch ökonomische, ökologische und humanitäre. Neben staatlichen Sicherheitsbedürfnissen müssen auch jene der Gesellschaft berücksichtigt und befriedigt werden. Dies stellt die Politik vor neue Herausforderungen: Einerseits sind die staatlichen Institutionen verpflichtet, den gesellschaftlichen Sicherheitserwartungen gerecht zu werden, andererseits treffen sicherheitspolitische Entscheidungen häufig auf Kritik und Unverständnis in der Bevölkerung. Die Autorinnen und Autoren analysieren die Reaktionen staatlicher Institutionen in diesem neuen und ambivalenten Umfeld der Sicherheit in den Bereichen Terrorismus, Cybersecurity, Energiesicherheit, Gesundheitsrisiken, Menschenrechte und Wirtschaft.  

Der Band kann etwa beim Campus-Verlag bezogen werden [Campus], dort ist auch eine kleine Leseprobe zu finden [Leseprobe].

Inhaltsverzeichnis Verunsicherte Gesellschaft - Überforderter Staat

  1. Gesellschaftliche Verunsicherung als Herausforderung des Staates: eine Einführung
    Christopher Daase/Stefan Engert/Julian Junk
  2. Bedingt abwehrbereit: Politische und administrative Reaktionsmuster auf das ›Terrorrisiko‹
    Ulrich Schneckener
  3. Haben wir gewonnen? Die Messbarkeit von Sicherheit im Anti-Terror-Kampf
    Alexander Spencer
  4. Sicherheit ohne Angst: Terrorismusbekämpfung im 21. Jahrhundert
    Jürgen Maurer
  5. Sicherheit zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Ein Praxisbericht aus dem Luftverkehr
    Volker Zintel
  6. Cybersicherheit in der Wissensgesellschaft: Zum Zusammenhang von epistemischer und physischer Unsicherheit
    Sandro Gaycken
  7. Gesellschaft im Daueralarm: Gefahrendarstellungen im Cybersecurity-Diskurs
    Myriam Dunn Cavelty
  8. Lassen sich globale Gesundheitsrisiken regulieren? Wirksamkeit und Grenzen internationaler Gesundheitsvorschriften
    Susanne Weber-Mosdorf
  9. Souverän durch die Krise: Überforderte Staaten und die (Selbst-)Ermächtigung der WHO
    Tine Hanrieder/Christian Kreuder-Sonnen
  10. Gib Versicherheitlichung keine Chance: Der frühe AIDS-Diskurs in den demokratischen Institutionen der BRD
    Stefan Engert
  11. Pandemie als Geschäftsidee: Eine Streitschrift wider die Interessenkonfikte im Gesundheitswesen
    Wolfgang Wodarg
  12. Deutschlands Energiewende: Gesellschaftliche Hypersensibilität und der Verlust strategischer Versorgungssicherheit
    Frank Umbach
  13. Sinn und Zweck der Nachhaltigkeitstransformation: Von ontologischer Unsicherheit zu sozioökologischer Resilienz
    Jörg Friedrichs
  14. Finanzialisierung politischer Sicherheit: Das Beispiel der 'Euro-Rettung'
    Andreas Langenohl
  15. Quo vadis, Wohlfahrtsstaat? Erfahrungen von Arbeitslosigkeit und Demokratiezufriedenheit im europäischen Vergleich
    Thorsten Faas
  16. Menschliche Sicherheit: Fallstricke eines wirkungsmächtigen Konzepts
    Tobias Debiel/Sascha Werthes
  17. Sicherheit, Frieden und Entwicklung: Die Veränderung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
    Christine Meissler
  18. Wenn Elefanten kämpfen: Der politische Missbrauch der Humanitären Hilfe im Namen der Sicherheit
    Ulrike von Pilar
  19. Human Security zwischen staatlicher Instrumentalisierung und Weltgesellschaftspolitik: Ein Kommentar
    Lothar Brock

Sicherheitskultur: Soziale und politische Praktiken der Gefahrenabwehr

04/2012: Sicherheitskultur-Sammelband I

Der erste Sicherheitskultur-Sammelband: Sicherheitskultur - Soziale und politische Praktiken der Gefahrenabwehr ist von Christopher Daase, Philipp Offermann und Valentin Rauer herausgegeben und bei Campus erschienen. Der Anspruch auf Sicherheit wächst stetig und fordert staatliche Steuerungskompetenzen heraus. Die Folge ist, dass der Staat und internationale Organisationen immer größere Sicherheitsversprechen machen - und sie immer weniger einlösen können. Die Beiträge dieses Bandes gehen diesem Paradox nach. Sie entwickeln ein komplexes Verständnis von Sicherheitskultur, diskutieren Analysemethoden und beschreiben den Wandel sozialer und politischer Praktiken im Umgang mit Gefahren.

Der Band kann etwa beim Campus-Verlag bezogen werden [Campus], dort ist auch eine kleine Leseprobe zu finden [Leseprobe]

Inhaltsverzeichnis Sicherheitskultur

  1. Einleitung
    Christopher Daase/Philipp Offermann/Valentin Rauer
  2. Sicherheitskultur als interdisziplinäres Forschungsprogramm
    Christopher Daase [Leseprobe]
  3. Sicherheitsrecht, -politik und -kultur im demokratischen Verfassungsstaat
    Christoph Gusy/Annika Kapitza
  4. Dispositive der Vorbeugung: Gefahrenabwehr, Resilienz, Precaution
    Ulrich Bröckling
  5. Interobjektivität: Sicherheitskultur aus Sicht der Akteur-Netzwerk-Theorie
    Valentin Rauer
  6. Resilienz als ›Boundary Object‹
    Stefan Kaufmann
  7. Sicherheit, Entgrenzung und die Suspendierung des Privaten
    Andreas Vasilache
  8. Politische Entscheidungen und das Risiko Terrorismus
    Hendrik Hegemann/Martin Kahl
  9. Natur und Kultur als Quellen der Gefahr - Zum historischen Wandel der Sicherheitskultur
    Patrick Masius
  10. Kooperative Sicherheitspolitik – Safety und Security Governance in Zeiten sich wandelnder Sicherheitskultur
    Bernhard Frevel/Verena Schulze
  11. Politische Autorität in Nachkriegsgesellschaften: Zur Sicherheitskultur internationaler Administrationen
    Thorsten Bonacker
  12. Humanitäre Interventionen als sicherheitskulturelle Praxis
    Julian Junk
  13. Warum so freundlich? Der Umgang von NGOs mit privaten Sicherheits- und Militärfirmen
    Andrea Schneiker/Jutta Joachim
  14. Subjektive Unsicherheit
    Dina Hummelsheim/Dietrich Oberwittler/Julian Pritsch
  15. Entscheidungen zwischen Gefühlter Sicherheit und bestehendem Risiko
    Franz Porzsolt/Igor Polianski/Johannes Clouth/Werner Burkart/Martin Eisemann
  16. Risikobewusstsein: Sicherheit als Konstrukt gesellschaftlicher Wahrnehmung
    Lars Gerhold

S+F Titelbild

08/2011: Sonderheft Sicherheit & Frieden (S+F)

Ausgabe 2/2011 der Zeitschrift S+F - Sicherheit und Frieden steht (fast) ganz im Zeichen der Sicherheitskultur. Das Sonderheft ist von Christopher Daase als Gast herausgegeben und versammelt sowohl Artikel aus dem Projekt als auch einige Gastbeiträge.

Drei Beiträge sind im Volltext als Download verfügbar, das ganze Heft kann beim NOMOS-Verlag bestellt werden, Telefon 07221 / 2104-39 | Fax -43 | abo this is not part of the email @ I don't like SPAM nomos.de [Weitere Bestellinformationen]

 

Inhaltsverzeichnis Themenschwerpunkt Sicherheitskultur

  1. Sicherheitskultur - Ein Konzept zur interdisziplinären Erforschung politischen und sozialen Wandels
    Christopher Daase
  2. Von der Schuldkultur zur Sicherheitskultur. Eine begriffsgeschichtliche Analyse 1986 - 2010
    Valentin Rauer
  3. Die neue Ambivalenz in der Sicherheitspolitik: Sicherheitskultur als tiefer Kontext
    Georgios Kolliarakis
  4. Bildpolitik und Sicherheitskultur - Das TIME-Cover "Aisha"
    Gabi Schlag
  5. Subkulturen der Sicherheit. Die Münchner Sicherheitskonferenz und die Münchner Friedenskonferenz im Vergleich
    Christopher Daase und Philipp Offermann
  6. "Kindergarten goes Bundeswehr" - Eine Mikroanalyse zur (Re-)Produktion von Sicherheitskultur im Alltag
    Rainer Hülsse
  7. Globale Sicherheitskultur und die "Responsibility to Protect"
    Julian Junk
  8. Sichere Gesundheit - gesunde Sicherheit: Pandemien als objektives und subjektives (Sicherheits-)Risiko
    Stefan Engert
  9. Wandelt sich so Sicherheitskultur? Versicherheitlichungsdynamiken und Sicherheitsmaßnahmen am Beispiel des zivilen Luftverkehrs
    Susanne Fischer und Carlo Masala

Weitere Veröffentlichungen

Dezember 2010: In der Ausgabe 50/2010 der Zeitschrift 'Aus Politik und Zeitgeschichte' ist Christopher Daase mit dem Artikel "Wandel der Sicherheitskultur" vertreten. Die Zeitschrift liegt der Zeitung 'Das Parlament' bei und kann außerdem im Internet heruntergeladen werden. APuZ 50/2010

Weitere relevante Publikationen und Vorträge, welche das Thema Sicherheitskultur und den Wandel des Sicherheitsbegriffs behandeln:

  • Daase, Christopher. 2009. Das erweiterte Sicherheitsverständnis und seine politischen Implikationen. 8. Januar 2009, München: Lehrgang der Bundesakademie für Sicherheitspolitik.
  • Daase, Christopher. 2009. Sicherheit und Sicherheitsverständnis im Wandel. 15. Januar 2009, München: Besuch der Deutschen Stiftung Friedensforschung bei der CSU-Landesgruppe im Bayrischen Landtag.
  • Daase, Christopher. 2009. The Organized Crime - Terror - Nexus. 23.-24. April 2009, Brüssel: Conference on Human Security in the Western Balkans.
  • Daase, Christopher. 2009. Erweiterte Sicherheit. Politische und rechtliche Folgen eines Sprachwandels. 30.-31. Oktober 2009, Bremen: Konferenz zu Transformation von Recht und Politik globaler Sicherheit. SFB Universität Bremen.
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AKTUELL

Verunsicherte Gesellschaft - Überforderter Staat. Mehr Informationen unter [Aktuelle Veröffentlichungen]

Termine

Konferenz "Sichere Zeiten? – Gesellschaftliche Dimensionen der Sicherheitsforschung", 13.-14.6., Berlin Weiter »

18-21.09.2013 EISA Panel: "High-Tech (In)Security: The Rise of International Security Fairs" Weiter »

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Sammelband "Verunsicherte Gesellschaft - überforderter Staat" erschienen Weiter »

HSFK-Report 1/2013: Flexible Sicherheitskräfte für Auslandseinsätze Weiter »

Liveblog von der Münchner Sicherheits- und Friedenskonferenz Weiter »